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366 Tage – oder auch krank und einsam

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Eine alte Dame, gebrechlich und krank. Ein alter Mann im Krankenhaus, der Schach spielt. Ein beinamputierter Mann im Rollstuhl.

Was haben diese drei Menschen gemeinsam?

Sie alle sind auf die Hilfe anderer angewiesen, sind alleine und fühlen sich einsam und verlassen.

Der Animationsfilm „366 Days“ von Die Trickfilmer zeigt uns ein Stück aus dem realen Leben. Ein Leben, dass wir selbst so vielleicht noch gar nicht kennen, doch von dem wir wissen, dass es existiert.

Es ist das Leben als alter, kranker oder behinderter Mensch ohne die Hilfe von Familie oder Freunden.

Es ist die Geschichte von dem jungen Rettungssanitäter Patrick, der hochmotiviert an die Arbeit geht. Zusammen mit seinem Kollegen erledigt er Krankentransporte und leistet Soforthilfe, da wo es nötig ist.

Bei seinen Rettungseinsätzen bemerkt er, dass er den alten und kranken Menschen in einer Sache nicht helfen kann: Bei der Überwindung ihrer Einsamkeit.

Sein Job erlaubt ihn nur die medizinische Versorgung und sein nächster Einsatz wartet bereits. So bleibt ihm keine Zeit und trotzdem versucht er das unmögliche.

Er trinkt Kaffee mit der alten Dame, spielt Schach mit dem alten Mann und sieht Fußball mit dem einsamen Rollstuhlfahrer, während er seiner eigentlichen Arbeit als Rettungssanitäter nachgehen muss.

Schnell merkt er, dass er nicht überall gleichzeitig sein kann. Er fühlt sich überfordert und die Schicksale der Menschen, die er betreut, treffen ihn persönlich sehr.

Sein Kollege, der mittlerweile mehr Routine in diesem Job hat, versucht ihm zu helfen.

Das Ende ist der „Radetzky-Marsch“ und warum, das erfahrt ihr, wenn Ihr Euch den Film anschaut.

 

Quelle: 366 Days von die Trickfilmer

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